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© 1996-2010 MZ-Verlag
Pflaster, das mit Salbe aus Canthariden als Hauptwirkstoff bestrichen ist. Es gehört zu den Vesikantien, den blasenziehenden Mitteln. Nach 8-12 Stunden wird es abgenommen. Der Blaseninhalt wird mit einer Spritze abgesaugt und eventuell als i.m.-Injektion weiter verwendet. Es bleiben Pigmentflecke in der Größe des Pflasters zurück. Wichtig ist eine sorgfältige Wundbehandlung, um Infektionen zu vermeiden.
Indikationen:
Vorwiegend akute und chronische rheumatische, arthritische und neuralgische Zustände. Das Cantharidenpflaster ist lymphstrombeschleunigend, durchblutungsfördernd und deshalb schmerzlindernd.
Kontraindikationen:
Bei allen Erkrankungen der harnbildenden und -ableitenden Organe, Durchblutungsstörungen, Wassersucht, Gangrän, Diabetes mellitus (wegen schlechter Wundheilung).
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